Fasten - aber warum?

Das  Fasten  ist  nicht nur eine  hervorragende  Möglichkeit  zur  natürlichen Gesundheitsvorsorge. Fasten ist inzwischen zu einem neuen  Life-Style  gewachsen  und  wird immer  mehr  zu einer Lebenseinstellung, als nur bloßes Werkzeug zu sein.


Was kann dieses Fasten nun alles? 
Warum sollten Sie sich der Herausforderung stellen, für einen begrenzten Zeitraum auf das Essen zu verzichten?
Das Potential des Fastens ist riesig und jeder kann für sich entdecken, was für ihn/sie den größten Ansporn darstellt. 

10 gute Gründe, um zu fasten! 


1. Natürliche Gesundheitsvorsorge

Mit dem Fasten können Sie aktiv und selbstverantwortlich eine tatsächliche  Gesundheitsvorsorge betreiben als Ergänzung zur Schulmedizin, die ihren Fokus auf Früherkennung und  „Reparatur“ legt. 
Vorsorge zu betreiben bedeutet nicht erst tätig zu werden, wenn sich bereits erste Symptome einer Krankheit zeigen oder nach ihnen zu suchen. Wir möchten gern die besten körperlichen Voraussetzungen schaffen, dass sie sich gar nicht zeigen müssen und dafür kann Fasten eine gute Basis schaffen. Besonders vorteilhaft ist es, dass diese Vorsorge ausschließlich unter Ausnutzung der Möglichkeiten und Ressourcen von 'Mutter Natur' erfolgt ohne die Einnahme chemischer Medikamente und ohne medizinisches Hightec. 

2.  Gesundheitsfürsorge

Auch wenn sich erste Anzeichen gesundheitlicher Dysbalance zeigen, kann Fasten Ihnen helfen, die eigenen Selbstheilungskräfte zu stärken und die Möglichkeit des Entstehens von Krankheiten reduzieren. 

Wissenschaftliche Untersuchungen unseres Blutes belegen, dass der Entzündungsparameter 'CRP' (C-reaktives Protein - ein Eiweißstoff, der in der Leber gebildet wird bei Entzündungsherden im Körper), durch das Fasten gesenkt wird. Im Umkehrschluss können daher Entzündungen, Infektionen und Gewebsschäden durch das Fasten  positiv in Richtung Heilung beeinflusst werden. "Silent Infammations" sind 'stille Entzündungen' des Körpers, die wir in der Regel als solche nicht wahrnehmen, jedoch der Auslöser vieler Krankheiten sein können. Da auch diese durch das Fasten abgeschwächt werden können, besteht eine gute Chance, viele Krankheiten bereits im Keim anzugehen, eine Krankheitswahrscheinlichkeit oder die Schwere einer Krankheit zu senken.

3. Erhöhung der Vitalität und des Energielevels

Die Verdauung unserer Nahrung ist ein Prozess, der unserem Körper Energie abverlangt. Wenn wir während des Fastens nicht Essen und sich der Körper daran gewöhnt hat (i.d.R. 2 Tage), bleibt diese freie Verdauungsenergie erhalten und kann sich bereits während des Fastens durch ein erhöhtes Energieniveau und gesteigerte Vitalität zeigen.  
Vor allem aber gewinnt der Körper an Kraft, die er nach dem Fasten nutzen kann. Er muss sich mit viel weniger Belastungen mühen, wovon auch immer er sich während des Fastens befreit hat. Um diesen Energieschub nachhaltiger zu gestalten ist es hilfreich darauf zu achten, ihn nicht wieder erneut so vielen Belastungen auszusetzen und mit mehr Bewustheit auf den Körper zu achten. Dann müssen wir beim nächsten Fasten nicht wieder von vorn beginnen aufzuräumen und der Körper kann sich der nächsten Herausforderung stellen und neue Energiepotentiale freisetzen, was sich in einer insgesamt gesteigerten Lebenskraft ausdrücken kann.

4. Detox (Entgiftung, Entsäuerung, Entschlackung)

"Detox" bedeutet aus dem Englischen übersetzt Entgiftung.
Durch eine gesunde Ernährung mit viel pflanzlich vollwertiger Kost bereits beim intermitiierenden Fasten, dem Verzicht von Genussmitteln und dem achtsamen Umgang mit stressbelasteten Umwelteinflüssen kann aktiv Einfluss auf die Menge der "Giftstoffe" genommen werden, die wir in unserem Körper aufnehmen, was direkte Auswirkung auf unsere Gesundheit hat. Was wir Ihm nicht zuführen, müssen wir ihm auch nicht wieder entlocken. Außerdem können wir durch das Essen vorwiegend basischer Lebensmittel und dem Ausschalten von Stressfaktoren den Säure-Basen-Haushalt unseres Körpers helfen, wieder mehr ins Gleichgewicht zu gelangen.
Zusätzlich können wir durch das Fasten unsere Zellen auswringen wie einen Schwamm. Bereits eingelagerte Giftsoffe können gelöst, gebunden, abtransportiert und ausgeschieden werden. Abgelagerte Schlacken können die Möglichkeit erhalten, den Körper zu verlassen.

5. Stärkung des Immunsystems

Das Abwehrsystem des Menschen besteht aus verschiedenen Organen (z.B. Darm, Milz, Lymphknoten, Mandeln), Gefäßsystemen (z.B. Lymphbahnen) und einzelnen Immunzellen (z.B. Leukozythen - weiße Blutkörperchen). 80% unserer weißen Blutzellen leben im darmeigenen Immunsystem. Auch aus diesem Grund ist der Darm ein zentrales Element unserer Immunabwehr. Außerdem ist der Darm mit einer Länge von ca. 8 m und einer Fläche von ca. 400 qm das größte Immunorgan. In Ihm befindet sich das "Mikrobiom", früher als "Darmflora" bezeichnet. Es umfasst unzählige "gute" Bakterien, Viren und Pilze - Mikroorganismen, die beim Zersetzen der Nahrung helfen und gegen Krankheitserreger und Giftstoffe kämpfen. Die Zusammensetzung des Mikrobioms formt das darmeigene Abwehrsystem. Beim Fasten gönnen wir dem Darm eine Pause von der Aufgabe der Verdauung. Er und das Miktobiom können sich in dieser Zeit gut erholen und regenerieren. 
Ist der Darm gestärkt, gewinnt auch das Immunsystem an Stärke, um gegen die bereits bekannten aber auch dem Körper unbekannten Erreger gewappnet zu sein. 

 6. Anti-Aging

3 besonders wichtige Aspekte der Verlangsamung der Alterungsprozesse durch das Fasten möchte ich hervorheben:

  • Bereits ab 14 Stunden ohne Zufuhr fester Nahrung beginnt das körpereigene Abbau- und Recycling-System (Autophagie) zu arbeiten. Schon beim Intervall-Fasten profitieren wir von diesem lebenswichtigen Prozess und können ihn durch Verlängerung der Fastenzeit intensivieren. Der Körper beginnt seine Reserven zu verbrauchen, wenn ihm die Versorgung von außen fehlt. Die Autophagie sorgt dafür, dass Zellen von Defekten und molekularem Zellmüll befreit werden und alte oder funktionslose Zellen/ Zellteile durch Enzyme zerkleinert werden. Die Einzelbestandteile werden teilweise der Zelle wieder zugeführt und helfen beim Aufbau neuer gesunder Zellen.
  • Menschliche Wachstumshormone (HGH /Human-Growth-Hormone) in ausreichender Menge sind Grundvoraussetzung für ein 'normales' Wachstum. Aber auch Erwachsene benötigen es für die Aufrechterhaltung der Funktion der Organe. Es regt die Zellen zu Teilung und Wachstum an. Das Fasten regt das Gerhirn (Vorderlappen der Hypophyse) an, Wachstumshormone verstärkt auszuschütten und forciert daher die Zellerneuerung. 
  • Das Fasten untersützt die Prozesse, die zur verstärkten Produktion des Wachstums-Enzyms "Telomerase" führen. Es wird gebraucht für die Verlängerung der Telomere, für ihre Regeneration und Neuproduktion. 
    Telomere sind die Schutzkappen am Ende jeden DNA-Stranges, die bei jeder Zellteilung abgenutzt/verkürzt werden. Würden sie sich nicht wieder verlängern können, verlieren die Zellen ihre Teilungsfähigkeit und eine Erneuerung, Reparatur und Recycling sind gestört. Sie sind dann der Alterung ausgesetzt und können nicht mehr der ursprünglichen DNA entsprechend reproduziert werden.
    Die neue Wissenschaft der Epigenetik gewann auf diesem Gebiet bahnbrechende Erkenntnisse.
         

7. Entschleunigung, Entspannung 

Fasten bietet die perfekte Möglichkeit, der Hektik und dem Stress des Alltags zu entkommen. Sie dürfen sich ausnahmslos einmal nur um sich kümmern. Gönnen Sie sich einfach mal "Nichts" und tun Sie sich Gutes. 


8. Erhöhung der Empfindsamkeit

Durch das Fasten werden Sie erleben, wie Ihre Sinne geschärft werden. Nicht nur allein Ihren ausgeprägten Geschmackssinn werden Sie neu entdecken. Ihre gewonnene Sensibilität kann sich auf die Intensivierung der Wahrnehmung Ihres gesamten Körpers und der Umwelt ausweiten. Vielleicht können Sie in dieser Phase die Signale und Hinweise besser erkennen und bekommen eine Idee ihrer Bedeutung für Sie ganz persönlich.


9. Langfristiges Einpendeln auf das Individualgewicht 

Fasten ist keine Diät die nutzbar ist, um abzunehmen. Aber langfristig gesehen bietet das Fasten die Chance, bei Ihrem ganz persönlichen Individualgewicht anzukommen. Ob Sie sich diesen von oben oder von unten annähern. Mit entspechender Ernährung nach dem Fasten empfehlenswerter Weise unter Einbeziehung des intermittierenden Fastens kann es Ihnen leichter fallen das Gewicht für Sie zu erreichen, welches zu Ihnen passt, bei welchem Sie sich wohl und gesund fühlen.
 

10. Entsagung von Süchten 

Jeder hat wohl so seine Laster, die manchmal aber auch ein Ärgernis für jeden selbst darstellen. So mag jeder für sich ausprobieren, ob diese Angewohnheiten schon zu Abhängigkeiten geworden sind. Sie dürfen gern die Gelegenheit nutzen, um das Fasten als Einstieg in den Umstieg  zu gebrauchen, um sich z.B. solchen Süchten nach Zucker, Kaffee, Nikotin, Alkohol oder auch von der Nutzung der Medien ein Stück weiter loszulassen oder sich ganz davon zu befreien.

Das ist eine große Auswahl und Sie allein können wahrnehmen, womit Sie in Resonanz gehen können. 
Wenn Sie den Wunsch verspüren, sich auf den Weg machen zu wollen, habe ich schon viel erreicht.

Mein Herzensprojekt

Sehr gern biete ich meine Fastenbegleitung an um zu helfen, das Heilfasten sowie auch das intermittierende Fasten in Ihr Leben zu integrieren und Ihnen ein schönes Fasten-Urlaubserlebnis zu ermöglichen. 
Ich würde mich freuen, wenn wir uns hier in Werder einmal persönlich kennenlernen bei einer Fastenwoche!

Ihre Fastenbegleiterin 
Carola Fiedler